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Basische Ernährung und Entsäuerung

1. Was bedeutet die Alkalisierung des Körpers?

Die Alkalisierung des Körpers bezieht sich auf den Prozess der Aufrechterhaltung eines ausgewogenen pH-Werts im Körper, mit dem Ziel, die Übersäuerung zu reduzieren und ein alkalischeres Milieu (pH-Wert über 7,0) im Blut und in den Geweben zu fördern. Ein ausgeglichener pH-Wert ist entscheidend für das optimale Funktionieren des Körpers, da der pH-Wert viele biochemische und enzymatische Prozesse beeinflusst. Obwohl der menschliche Körper über natürliche Mechanismen zur pH-Regulierung verfügt, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Unterstützung eines alkalischen Milieus.


2. Die Bedeutung eines ausgeglichenen pH-Werts für die Gesundheit

Ein gesunder pH-Wert liegt leicht im alkalischen Bereich, etwa bei 7,4. Wird der Körper zu sauer, können verschiedene gesundheitliche Probleme auftreten, wie z. B.:

  • Chronische Müdigkeit: Ein saurer pH-Wert kann zur Ansammlung von Toxinen und Abfallstoffen im Körper führen, was Müdigkeit und Energiemangel verursacht.

  • Verdauungsprobleme: Ein hoher Säuregehalt kann das Verdauungssystem beeinträchtigen und zu Erkrankungen wie Reflux (GERD) oder Gastritis führen.

  • Entzündungen: Ein saures Milieu kann entzündliche Prozesse fördern, die chronische Erkrankungen wie Arthritis oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.

  • Geschwächtes Immunsystem: Ein unausgeglichener pH-Wert macht den Körper anfälliger für Infektionen und Krankheiten.

  • Knochenschwund: Ein saurer pH-Wert kann dazu führen, dass der Körper essenzielle Mineralien aus den Knochen zieht, um den Blut-pH auszugleichen – was zu Osteoporose führen kann.


3. Wie kann man den Körper alkalisieren?

Die Alkalisierung kann durch eine Ernährung erreicht werden, die basenbildende Lebensmittel fördert und säurebildende reduziert:


a) Verzehr basischer Lebensmittel:

  • Gemüse und Obst: Besonders grüne Gemüsesorten wie Spinat, Brokkoli, Gurken und Avocados sind basisch. Auch Früchte wie Zitronen, Äpfel und Melonen sind vorteilhaft.

  • Samen und Nüsse: Mandeln, Chiasamen, Leinsamen und Walnüsse sind ausgezeichnete basenbildende Lebensmittel.

  • Weizengras und Gemüsesäfte: Weizengrassaft sowie Säfte aus Kohl oder Sellerie helfen, den pH-Wert im Gleichgewicht zu halten.


b) Reduktion säurebildender Lebensmittel:

  • Rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte: Sie erhöhen die Säurebelastung des Körpers.

  • Milchprodukte: Im Übermaß konsumiert, können sie ebenfalls säurebildend wirken.

  • Raffinierte Lebensmittel und Zucker: Industriell verarbeitete Produkte mit raffiniertem Zucker und Weißmehl tragen zur Übersäuerung bei.


c) Ausreichende Flüssigkeitszufuhr:

  • Das Trinken von alkalischem Wasser oder Wasser mit einem pH-Wert von 8–9 kann helfen, Säuren zu neutralisieren und den pH-Wert im Körper zu stabilisieren.


4. Die Vorteile der basischen Ernährung

Die basische Ernährung beruht auf der Annahme, dass eine bewusste Ernährungsweise dazu beiträgt, einen gesunden pH-Wert im Körper aufrechtzuerhalten. Daraus ergeben sich zahlreiche Vorteile:

  • Reduziertes Risiko chronischer Erkrankungen: Ein basisches Milieu kann das Risiko für Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, da viele Krankheiten sich in einem sauren Umfeld entwickeln.

  • Verbesserte körperliche Leistungsfähigkeit: Ein ausgeglichener pH-Wert hilft, Entzündungen zu reduzieren und das Energieniveau zu erhöhen.

  • Schnellere Regeneration: Sportler und aktive Menschen profitieren von einer basischen Ernährung durch schnellere Erholung und geringeres Verletzungsrisiko.

  • Gesunde Haut: Eine basenreiche Ernährung unterstützt ein reines Hautbild und kann Akne und andere pH-abhängige Hautprobleme lindern.


5. Wie führt man eine basische Ernährung ein?

So kannst du eine basische Ernährungsweise umsetzen:

  1. 70–80 % basische Lebensmittel konsumieren: Konzentriere dich auf frisches Obst und Gemüse, Samen, Nüsse und Algen.

  2. Säurebildner reduzieren: Vermeide rotes Fleisch, Milchprodukte, Zucker und stark verarbeitete Nahrungsmittel.

  3. Ausreichend trinken: Bevorzuge alkalisches oder gefiltertes Wasser.

  4. pH-Wert überwachen: Es ist ratsam, den pH-Wert des Körpers regelmäßig zu messen, um den Erfolg der Ernährung zu überprüfen.


Bibliografie

1. Young, J. S., & Stengler, M. (2007). The pH Miracle: Balance Your Diet, Reclaim Your Health. Ballantine Books.

2. Jensen, M. M. (2006). The Acid-Alkaline Diet for Optimum Health. Hyperion.

3. Mercola, J. (2013). The No-Grain Diet: Conquer Carbohydrate Addiction and Stay Healthy for Life. Mercola.com.

4. Klinghardt, A. (2014). The Biology of Healing: A Path to Wholeness. BioMed Publishing.

5. Moss, S. (2005). Alkaline Diet: The Complete Guide to pH Balance and Alkaline Foods for Health, Detox, and Weight Loss. CreateSpace Independent Publishing Platform.

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